Auch Tage später stehen wir noch immer unter Schock. Paris am 23.12.2022. Der brutale, rassistisch motivierte Anschlag auf die kurdische Community macht nicht nur Betroffene fassungslos, sondern uns auch. Ein Mann erschießt drei kurdische Aktivisten und verletzt drei weitere.Es war kein Angriff auf uns alle, es war ein gezielter Angriff auf Kurd*innen und kurdische Kultur. Und doch geht es uns alle an, denn es ist gleich, wer in der Gesellschaft angegriffen wird.

Der anti-kurdische Rassismus ist existent und wird auch hier bei uns durch Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt sichtbar.

Dass nun Europa zum wiederholten Male Schauplatz für die systematische und gezielte Ausübung von Rassismus an der kurdische Community ist, darf nicht sein! Politik und Medien schweigen zum Anschlag, die Solidarität gegenüber den Kurden ist schwach.

Denn wo Wochen vorher lautstark die kurdischen Worte „JIN JIYAN AZADI“, eine Parole der kurdischen Freiheitsbewegung, auf Straßen, auf großen Bühnen und in Parlamenten gerufen wurde, sind die Stimmen nach dem Anschlag nicht sehr laut. Es wird vergessen, dass die Kurden den Kampf gegen den IS für den Westen geführt und gewonnen haben und damit uns Europäerinnen geschützt haben. Diesen Schutz bekommen die Kurdinnen heute nicht.

Nicht in der Türkei, wo sie von Erdogan unterdrückt werden, nicht im Iran, wo sie vom Regime gefoltert und getötet werden, nicht in Irak und Syrien, wo sie und die kurdischen Gebiete regelmäßig angegriffen werden. Und auch nicht in Europa.

Unsere Anteilnahme gilt den Opfern des Anschlags und denen, die tagtäglich den Kampf für Frauen, Freiheit und Leben aufnehmen. Die Politik muss handeln! Wir fordern hiermit Sicherheit für die kurdischen Gemeinden in Europa, eine schnelle, umfangreiche Aufklärung des Anschlages und Soldarität gegenüber allen Kurd*innen, die sich nicht auf Sonntagsreden beschränken darf!

JESUISKURDE

Kategorien: Vorstand

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