Die Gerechtigkeitsdebatten, die auf nationaler Ebene geführt werden, beschränken sich meist auf die innerstaatliche Ungleichheit und blicken selten über den Tellerrand hinaus, Stichwort Vermögenssteuer, Mindestlohn, Bürgerversicherung. Doch neben der relativen Armut in Deutschland muss ebenfalls die absolute Armut, die es auf der ganzen Welt gibt, bekämpft werden.

Für die westlichen, industriellen Demokratien sollte hier vor allem ganz weit oben auf der Liste stehen, dass die durch Handel und Ausbeutung entstehende Ungleichheit bekämpft wird. Schwache Sozial- und Umweltstandards in Entwicklungs- und Schwellenländern werden für das Erreichen von Unternehmenszielen genutzt, die den Menschen vor Ort die Selbstbestimmtheit und die Perspektive nehmen und somit die herrschende Ungleichheit auf dem Globus weiter verschärft.

So liegt es in der Verantwortung der westlichen, industriellen Demokratien, die eigenen Werte ernstzunehmen, die nicht nur für die Bürger*innen der eigenen Staaten gelten, sondern universelle Gültigkeit haben. Diese Verantwortung müssen wir wahrnehmen, damit soziale Gerechtigkeit nicht mehr nur national, sondern viel öfter auch international gedacht und umgesetzt wird.

Kategorien: Vorstand

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