Heute starten die Olympischen Winterspiele in Peking.

Also in einer Stadt, die in einer Zone mit Wüstenklima liegt – die Wüste Gobi befindet sich in der Nähe. In der Gegend um Peking schneit es deshalb praktisch nie, weil es im Winter kaum Niederschläge gibt. Die Gegend um Peking ist Wassernotstandsgebiet, weshalb die Regierung in großem Stil Wasser aus Südchina umleiten lässt, um die Stadt am Leben zu erhalten.

Diese Spiele sind ein großes Propaganda-Ereignis für die kommunistische Führung. Eine Regierung, die Menschenrechte beschränkt, weder Meinungs-, noch Presse- oder Religionsfreiheit kennt und Nachbarstaaten bedroht, schmückt sich mit Olympia.

Bei den Sommerspielen 2008 in Peking hatte Thomas Bach, der Präsident des IOC, mit der Vergabe der Spiele nach China die Hoffnung verbunden, dass sich die Gesellschaft im Riesenreich unter denAugen der Welt öffnet.
Heute geht man davon aus, dass mehr als eine Million Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang in sogenannten Umerziehungslagern interniert sind. Es gibt Berichte über Zwangssterilisationen undAbtreibungen, erzwungene Organentnahmen und Folter. Es ist ein staatlich organisierter Völkermord.

Bachs Hoffnung hat sich also nicht erfüllt.

Das IOC ist in der Verantwortung, seiner menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht endlich höchstePriorität einzuräumen und zur Minderung der Menschenrechtsrisiken beizutragen, die in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen stehen.

Fraglich ob Thomas Bach das seinen Athlet*innen garantieren kann.

Für uns ist klar: Wenn das IOC den olympischen Werten eine Bedeutung beimisst, darf es Olympia nicht in Autokratien oder Diktaturen stattfinden lassen!

Kategorien: Vorstand

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